Sayh al Uhaymir (SaU) 169
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Überblick

Der Mondmeteorit mit dem Namen Sayh al Uhaymir (SaU) 169 wurde am 16. Januar 2002 von den drei Geologen Ali Al-Kathiri, Beda Hofmann und Edwin Gnos im Oman gefunden. Dies geschah während einer gezielten Meteoriten Suchaktion der Regierung Omans in Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern und der Universität Bern.

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Dass der Meteorit nicht magnetisch war und eine grünliche Farbe aufwies war bereits beim Fund ein Hinweis darauf, dass er vom Mond oder vom Mars stammen könnte.

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Die im Meteorit sichtbaren weissen Feldspat-Bruchstücke wiesen eher auf eine Herkunft vom Mond hin. Im Labor haben qualitative Analysen mit dem Geigerzähler gezeigt, dass er hohe Konzentrationen an Uran (U), Thorium (Th) oder Kalium (K) aufweisen muss. Die natürliche Strahlung von diesen Elementen lag in der gleichen Grössenordnung wie jene eines irdischen Granites und schien viel zu hoch für einen Meteoriten. Bevor wir das Gestein sägten, haben wir zwei unterschiedliche zerstörungsfreie Verfahren am Meteoriten angewendet, um zusätzliche Informationen über sein Inneres zu erhalten.

Die erste Methode war die sogenannte Röntgentomographie an der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt (EMPA). Grundsätzlich ist das die gleiche Methode, die in der Medizin verwendet wird, nur sind die Strahlintensitäten viel höher, damit auch dichtere Materialien durchleuchtet werden können.

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Die zweite Methode war Gamma-Spektrometrie am Paul Scherrer Institut. Mit dieser Methode ist eine quantitative Bestimmung der Elemente Uran, Thorium und Kalium möglich. Die Verhältnisse der Elementkonzentrationen, insbesondere das K/U-Verhältnis sind charakteristisch für einige Körper in unserem Sonnensystem. Die Resultate wiesen wiederum auf eine Herkunft vom Mond. Zudem waren die absoluten Werte (28.2 und 36.2 mg/kg Th: 7.4 und 9.2 mg/kg U; 4080 und 4986 mg/kg K) nur mit einer ganz speziellen Gruppe von Mondgesteinen vergleichbar, die "KREEP-Gesteine" genannt werden. Dadurch war auch sofort klar, dass der Meteorit etwas mit dem Imbrium Impakt zu tun haben musste (Imbrium = rechtes Auge des Mannes im Mond), denn dies ist das einzige Gebiet auf dem Mond, wo so hohe Thorium Gehalte (KREEP-reiche) auftreten. Die ungleichmässige Verteilung von Thorium ist seit den Apollo-Missionen teilweise und seit den Mondsatelliten-Untersuchungen 1998-1999 umfassend bekannt.

Voruntersuchungen
Analytik
Geschichte
Bedeutung
 
 
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