| Sayh al Uhaymir (SaU) 169 | Start |
| Überblick |
Der Mondmeteorit Sayh al Uhaymir (SaU) 169 wurde am 16. Januar 2002 von den drei Geologen Ali Al-Kathiri, Beda Hofmann und Edwin Gnos im Oman gefunden. Der Fund gelang während einer gemeinsam von der Regierung des Omans, des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern und der Universität Bern durchgeführten Meteoritenkampagne. Der Schweizerische Nationalfonds finanziert dieses Projekt. Bislang kennt man nur 30 Meteoriten, die vom Mond stammen. Die chemische Zusammensetzung des Meteoriten SaU 169 ist einzigartig, weil er die radioaktiven Elemente Thorium und Uran in viel höheren Mengen als jedes andere Mondgestein enthält. Diese einmalige Zusammensetzung erlaubt es den Meteoriten direkt mit dem Imbrium Impaktkrater auf dem Mond in Verbindung zu bringen. Durch Vergleich der Chemie des angeschweissten Regolithen (= Mondboden) mit Fernerkundungsdaten, die durch die Satelliten Clementine und Lunar Prospectorder NASA erhoben wurden, war es möglich, die Herkunft des Mondbrockens dem Gebiet des Lalande Kraters (4 Grad S, 8 Grad W) zuzuordnen. Es ist dies das erste Mal, dass eine Meteoritenherkunft auf einem Himmelskörper mit grosser Wahrscheinlichkeit bestimmt werden kann. Mittels des Minerals Zirkon konnte zudem das Alter der Hauptlithologie des Meteoriten auf 3909 ± 13 Millionen Jahre datiert werden. Dies ist die bisher genaueste Altersbestimmung für den Imbrium Impaktkrater, dem jüngsten der grossen Krater auf dem Mond. Dieses Alter definiert zudem auch das Ende einer Phase des starken Meteoritenbombardements von Mond und Erde und markiert den Zeitpunkt ab welchem an die Entwicklung von Leben auf der Erde möglich wurde. Durch die Kombination aller Daten lässt sich die Geschichte des Meteoriten rekonstruieren:
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| Analytik | |
| Geschichte | |
| Bedeutung | |